Am Ende des Textes finden Sie einen Product Facts-Flyer als PDF-Datei zum Download
Ziele
Das Projekt ist eine der ersten Initiativen des Competence Centers Mobility & Applications CCM&A, einer Kooperation des Landes Bremen mit der Fujitsu Siemens Computers GmbH.
Das mobile Patientenmonitoring gewinnt zunehmend an Bedeutung und wird in der Behandlung und Überwachung von Patienten einen erheblichen Stellenwert einnehmen. Mit dem Einsatz innovativer Technologien können Qualität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der medizinischen Versorgung verbessert werden.
Fujitsu Siemens Computers hat hierzu in Zusammenarbeit mit der atacama | Software GmbH, der OHB Technology AG sowie der PicoMed GmbH ein integriertes System zur ortsunabhängigen, langfristigen und kosteneffizienten Überwachung von Patienten entwickelt. Neben der kontinuierlichen, unterbrechungsfreien Aufnahme und Dokumentation von Vitalwerten stellt insbesondere die Möglichkeit der Nutzung fachlicher Expertise im Rahmen eines Telekonsils einen bedeutenden Vorteil dar. Durch den Einsatz des Telemonitoring können Betriebsabläufe effizient gestaltet und ein umfassender Zugriff aller Beteiligten auf den aktuellen Datenbestand garantiert werden. Die Ergebnisqualität wird deutlich erhöht, eine nahtlose, interdisziplinäre Versorgung kann zum Nutzen des Patienten sichergestellt werden. Besonders geeignet für den Einsatz dieses innovativen Systems ist das integrierte Monitoring von Vitalwerten im Notfall und im Bereich der Frühmobilisierung. Weitere Einsatzfelder stellen das Managed Care sowie der Home-Care-Bereich dar.
Mobiles Patientenmonitoring - Produktbeschreibung
Das integrierte Mobile Patientenmonitoring setzt sich aus den Komponenten Sensorik, Central Control Unit und Übermittlung der Daten in Bestandssysteme zusammen.
Der Patient wird vom behandelnden Arzt mit belastungsarmen und rutschfesten Körpersensoren ausgestattet, über die verschiedene Vitalwerte (z.B. EKG, Herz-Frequenz, Blutdruck, Puls) aufgenommen werden können. Die Sensoren senden diese Daten drahtlos an die Central Control Unit (CCU), eine körpernahe Body Unit, die sie vorverarbeitet und speichert. Unter Nutzung einer drahtlosen Kommunikationsverbindung ist es möglich, die Daten von der CCU an ein zentrales Auswertungssystem einer medizinischen Einrichtung zu übersenden. Damit haben die behandelnden Ärzte durchgängig die Möglichkeit, sich über den Gesundheitszustand des Patienten zu informieren und die Entwicklung seiner Vitalwerte zu bewerten. Dies ist insbesondere bei der medikamentösen Einstellung der Patienten von Vorteil, da diese mit Hilfe des mobilen Systems nicht auf eine stationäre Überwachung in der Klinik angewiesen sind. Werden vorher eingestellte Schwellenwerte verschiedener Parameter überschritten, versendet die CCU direkt eine Nachricht an das Kliniksystem und löst einen Alarm aus. Der Patient kann daraufhin umgehend aufgesucht und medizinisch versorgt werden. In einem Einsatzumfeld der Notfallversorgung können die Daten direkt von der CCU an einen Monitor oder PDA im Rettungswagen übermittelt und dort angezeigt werden. Auch hier werden die Daten an eine medizinische Einrichtung gesendet, so dass die Diagnose des Notarztes im Rahmen eines elektronischen Konzils mit einem Fachspezialisten abgestimmt werden kann. Der vor Ort behandelnde Arzt kann so eine schnelle und fachlich abgesicherte Diagnose auf Basis eines umfassenden Zustandsbildes erstellen.

Die technologischen und administrativen Merkmale des Mobilen Patientenmonitoring umfassen:
- Standardisierter Aufbau für eine zukunftssichere technische Basis
- Offenes System für die Realisierung preiswerter Einzellösungen
- Kostengünstige Bill of Material
- Einfache Einbindung in standardisierte IT Management Systeme
- Anwendbar innerhalb etablierter Geschäftsmodelle
- Einfache Konfiguration, Patientenzuordnung und Datenvisualisierung
- Datenabgabe an Bestandssysteme, z. B. Monitoringsysteme, Krankenhausinformationssysteme (KIS)
Aufgaben von atacama | Software
atacama ist innerhalb des Projekts für die Entwicklung derjenigen Software zuständig, die nicht auf der body box, sondern auf verbunden Systemen läuft. Die Software basiert auf Java Enterprise Beans / J2EE / Webservices und ist daher sehr gut in heterogenen System-Landschaften einsetzbar.
- Konfiguration der Body Box, Zuordnung zum Patienten, Einstellung persönlicher Präferenzen
- Visualisierung übertragener Daten
- Anschluss an Bestandssysteme durch offene Schnittstellen, insbesondere HL7, sowie fertig konfigurierte Schnittstellen für spezifische Krankenhausinformationssysteme (KIS), Monitoringsysteme, Elektronische Patientenakte, Pflegedokumentation, ...
- Archivierung von Vitalwerten
Die Erfassung, Speicherung und Darstellung von Vitalwerten ist bereits jetzt Bestandteil von apenio®. Insoweit kann bei diesem Projekt auf die bei der Entwicklung von
apenio® gewonnenen Erfahrungen zurückgegriffen werden.
Zum Download: Flyer Product Facts: Mobiles Patientenmonitoring
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