1. Pflegekassen-Verband beschließt Richtlinien für Pflege-Assistenten
2. 10 Jahre atacama: Transparenz-Tage am 06. und 07. November
3. Versorgung verbessert - Geld gespart
4. Sicherheitsrisiken bei Kranken- und Pflegebetten
5. Neues Zentrum für Schlaganfall- und Demenzforschung
6. Die Sprache dementer Menschen kann man lernen
7. 21.000 zusätzliche Stellen für die Pflege
8. Nationaler Pflegegipfel
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A T A C A M A | N E W S
f ü r d i e A K U T P F L E G E
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Herzlich willkommen zur aktuellen Ausgabe des
atacama-Newsletters für die Akutpflege.
http://www.atacama.de + + + [Mittwoch, 20.08.2008]
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Den atacama | Newsletter für Pflege gibt es ab sofort in zwei
Varianten. Zum einen für die Akutpflege, zum anderen für
die Alten- und Langzeitpflege. Falls Sie nicht nur den
Newsletter für die Akutpflege, sondern auch den Newsletter für
die Alten- und Langzeitpflege erhalten wollen, können Sie
diesen hier zusätzlich abonnieren:
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I N H A L T + + +
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1. Pflegekassen-Verband beschließt Richtlinien für
Pflege-Assistenten
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Die Bundesagentur für Arbeit (BA) sucht derzeit bis zu 10 000
Arbeitskräfte, die auf Kosten der Pflegekassen als
Pflegeassistenten zur zusätzlichen Betreuung von Demenzkranken
in Pflegeheimen eingesetzt werden sollen. Dabei sollen nach
dem Willen der Bundesregierung auch geeignete
Langzeitarbeitslose zum Einsatz kommen. Die zusätzlichen
Betreuungsstellen werden durch die seit dem 1. Juli geltende
Reform der Pflegeversicherung möglich. Die Pflegeassistenten
sollen nach Angaben der BA keine regulären Pflegekräfte
ersetzen, sondern den Kranken das Leben im Alltag erleichtern
- etwa durch Vorlesen, Zuhören oder das Abnehmen von
Besorgungen.
Das Vorhaben ist bereits auf Skepsis und Kritik von vielen
Seiten gestoßen, da der angemessene Umgang mit dementen
Personen einschlägige Qualifikationen voraussetzt und
bezweifelt wird, dass die einzusetzenden Hilfskräfte diese in
jedem Fall mitbringen. Der Spitzenverband der Pflegekassen hat
nun Richtlinien für den Einsatz von zusätzlichen Helfern in
Pflegeheimen beschlossen, wie er am 19.8. in Berlin mitteilte.
Für die Helfer ist nach den Richtlinien eine dreistufige
Schulung von insgesamt 160 Stunden vorgesehen. Danach soll ein
Basiskurs von 100 Stunden zunächst Grundkenntnisse der
Betreuungsarbeit vermitteln, ein zweiwöchiges
Betreuungspraktikum und ein Aufbaukurs von 60 Stunden sollen
die Kenntnisse vertiefen. Vorgesehen ist auch eine mindestens
zweitägige Fortbildung pro Jahr.
Die Helfer sollen Heimbewohner mit Demenz "betreuen und
aktivieren", zum Beispiel mit ihnen "malen und basteln" oder
"Fotoalben anschauen". Der Aufgabenkatalog ist genau
festgelegt . Als persönliche Voraussetzungen werden von den
Bewerbern u. a. "soziale Kompetenz und kommunikative
Fähigkeiten" verlangt. Die Richtlinien müssen noch vom
Bundesgesundheitsministerium genehmigt werden.
Die Richtlinie zur Qualifikation und zu den Aufgaben von
zusätzlichen Betreuungskräften in Pflegeheimen finden Sie hier:
http://www.vincentz.net/download/Richtlinien_%C2%A787bQualifik_Abs_3.pdf
2. 10 Jahre atacama: Transparenz-Tage am 06. und 07. November
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Gemeinsam mit Kunden, Interessenten und Partnern will die
atacama | Software GmbH am 06. und 07. November in Bremen
nicht nur ihr zehnjähriges Jubiläum feiern, sondern auch neue
Produkte und Dienstleistungen präsentieren und in die Zukunft
blicken. In zwei parallelen Vortragsreihen werden
Wissenschaftler und Praktiker aus GKV, IT und Pflege reichlich
Diskussionsstoff liefern. Detail-Informationen und "IT zum
Anfassen" bietet die begleitende Industrieausstellung.
Abgerundet wird die Veranstaltung durch Praxis-Workshops und
Kick-Off-Meetings für atacama-Anwendergruppen. "Unser Slogan
'Transparenz braucht Werkzeuge' ist nach zehn Jahren immer
noch aktuell", betont atacama-Geschäftsführer Jürgen Deitmers.
"Wir wollen das Informationsangebot so gestalten, dass jeder
Teilnehmer, von der Direktion bis zu den Pflegenden, für seine
praktische Arbeit etwas mit nach Hause nehmen kann. Natürlich
kommt auch der Spaß nicht zu kurz, denn wir wollen uns bei
unseren Kunden und Partnern für die langjährige gute
Zusammenarbeit bedanken." Interessierte sollten sich den
Termin schon mal für einen Kurztrip an die Weser vormerken.
atacama will die Veranstaltung auch dazu nutzen, um sich noch
stärker als fachlich spezialisierter IT-Dienstleister zu
profilieren, ergänzt Geschäftsführer René Lenga. "Wir stellen
zurzeit nicht nur IT-Experten ein, sondern verstärken unsere
Fachkompetenz auch personell in den Bereichen Pflege und
Zahnmedizin."
3. Versorgung verbessert - Geld gespart
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Die von der Gesundheitsministerin Ulla Schmidt erhobene
Forderung "Für jedes Pflegeheim einen Arzt" wird in Berlin
bereits gelebt - und zwar im Modellprojekt "Die Pflege mit dem
Plus" von 37 Pflegeheimen für Schwerstkranke, in denen das
Prinzip fest zugeordneter Ärzte seit fast zehn Jahren
praktiziert wird. Die daraus gewonnene Erfahrung zeigt, dass
man in Pflegeheimen Geld sparen und gleichzeitig die
Versorgung verbessern kann. Kern des Projektes ist, dass alle
an der Betreuung beteiligten Berufsgruppen am gleichen Strang
ziehen. Dies wurde durch die richtigen Anreizsysteme erreicht,
die Berufsgruppen werden an den Einsparungen der
Kranken-/Pflegekassen beteiligt. Möglich wird dieses
Anreizsystem durch das Pflegeweiterentwicklungsgesetz, welches
solche Projekte und Kooperationen erleichtert.
4. Sicherheitsrisiken bei Kranken- und Pflegebetten
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Unfälle mit elektrisch verstellbaren Pflegebetten haben in der
Vergangenheit verschiedentlich Aufsehen erregt. Trotz
umfangreicher Prüfungen und eingeleiteter Gegenmaßnahmen
bleibt das Thema aktuell. In der Mehrzahl sind die Unfälle auf
konstruktive Mängel der Betten zurückzuführen. Hinweise zu
Sicherheitsrisiken von Kranken- und Pflegebetten hat das
Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und
Verbraucherschutz veröffentlicht. Unter der Adresse
http://www.vis.bayern.de/technik/produktgruppen/medizingeraete/krankenbetten.htm
kann man sich über die Ursachen der Risiken sowie das Vorgehen
zu deren Minimierung (inkl. Checklisten) informieren.
5. Neues Zentrum für Schlaganfall- und Demenzforschung
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Am Klinikum der Universität München entsteht ein neues
Institut für die Schlaganfall- und Demenzforschung. Gestiftet
wird das Zentrum von Zygmunt Solorz-Zak, einem der
bedeutendsten polnischen Unternehmer und u. a. Mehrheitseigner
des polnischen Privatsenders Polsat. Das Institut wird sich
schwerpunktmäßig mit der Schlaganfallforschung und der
Erforschung der vaskulären Demenz beschäftigen. Das
Stiftungsvermögen in Höhe von 100 Millionen Euro soll
ausschließlich den laufenden wissenschaftlichen Betrieb
gewährleisten. Den Neubau und die Erstausstattung finanziert
der Freistaat Bayern, während die laufenden Betriebskosten vom
Klinikum übernommen werden.
6. Die Sprache dementer Menschen kann man lernen
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Die Kommunikation mit dementen Menschen ist schwierig. Zum
einen können sie sich nur schwer ausdrücken, zum anderen
verstehen sie oft nicht, was man ihnen sagt. Die so
entstehenden Kommunikationsdefizite können schwerwiegende
Folgen haben. Zum Beispiel können Pflegende interpretieren,
dass der demente Mensch nicht mehr essen will, obwohl dieser
sich eigentlich nur nicht richtig mitteilen kann oder den
Löffel in der Suppe womöglich nicht mehr als Esswerkzeug
erkennt. Folge: der demente Mensch bekommt eine PEG-Sonde.
Zur Verbesserung der Kommunikation mit dem Dementen hat ein
Team um Prof. Dr. Johannes Pantel von der Klinik für
Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Frankfurt das
Trainingsprogramm "TAnDem" für Angehörige und Pflegeprofis
entwickelt.
TAnDem steht für Training für Angehörige von Demenzpatienten
und ist "eine Kombination aus expertengeleitetem Training und
Selbsthilfegruppe".
In TAnDem geht es darum, die Stärken auszunutzen, über die der
demente Mensch noch verfügt. Bei Dementen ist während der
Kommunikation häufig nicht die inhaltliche Botschaft das
Entscheidende, sondern der Beziehungsaspekt der Botschaft.
Noch findet das Frankfurter Training im Rahmen einer Studie
statt. Untersucht wird, wie sich eine verbesserte
Kommunikation auf das Wohlbefinden von Pflegenden und
Gepflegten auswirkt. Gerne würden die Frankfurter das Angebot
ausweiten, wenn die Finanzierung geklärt ist.
7. 21.000 zusätzliche Stellen für die Pflege
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Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat gegenüber der
Presse bestätigt, dass sie ihr Versprechen hält und dafür
sorgt, dass den Krankenhäusern mehr Geld für zusätzliche
Stellen im Pflegedienst zur Verfügung gestellt wird.
Marie-Luise Müller, Präsidentin des Deutschen Pflegerates
(DPR), meint dazu, dass jetzt endlich die beharrlichen
Forderungen des DPR beantwortet und die Bedingungen für eine
sichere Patientenversorgung und professionelle Pflege damit
nachhaltig verbessert werden.
Seit Jahren erhöht sich der Leistungsdruck im Krankenhaus
häufig auf Kosten der Pflegenden. So führt der Abbau von
50.000 Stellen im Pflegedienst dazu, dass die
Patientensicherheit nicht mehr durchgängig garantiert werden
kann. An die Etablierung innovativer Konzepte ist dann kaum zu
denken. Erwartet wird aber, dass sich die Pflegenden motiviert
an der Steigerung der Leistungsqualität beteiligen.
Dass die Ministerin die schwierige Situation des
Pflegedienstes in den Krankenhäusern erkannt hat und bereits
erste Vorbereitungen zum zugesagten Pflegegipfel trifft, wird
vom DPR ausdrücklich begrüßt.
8. Nationaler Pflegegipfel
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Pflege ist in der letzten Zeit mehr in den Mittelpunkt des
öffentlichen Interesses gerückt. Nicht zuletzt haben dazu
verschiedene Fernsehsendungen und Presseberichte beigetragen,
die sich mit Pflege und demographischer Entwicklung
auseinander setzten. Die Bedeutung der Pflege ist wohl endlich
auch bei den Verantwortlichen in der Gesundheitspolitik
angekommen, insbesondere bei der Gesundheitsministerin Ulla
Schmidt. Sie kündigt für den Herbst diesen Jahres einen
nationalen Pflegegipfel an. Von Pflegefachleuten ist zu hören,
Pflegende erhielten dadurch endlich die Bedeutung, die ihnen
im Gesundheitssystem zukomme und die in Zukunft noch größeres
Gewicht erhalten werde. Bei dem Gipfel sollen alle anstehenden
Probleme lösungsorientiert erörtert werden. Außerdem ist ein
Programm angekündigt, welches die Finanznot der Krankenhäuser
reduzieren soll. Im Rahmen dieses Programms ist ein
Sonderfonds für die Kliniken vorgesehen, die einen erhöhten
Pflegebedarf geltend machen können. Einzelheiten dazu stehen
noch aus.
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