Aus der Pressemappe zur ENI 2007, S. 11-12
Bei einem Mapping zwischen verschiedenen Klassifikationen stellt sich die Frage, welchen Zweck das Mapping erfüllen soll. Steht die Beantwortung einer Forschungsfrage
im Vordergrund, ist ein klassifikatorisch/pflegerisches Mapping erforderlich.
Das Mapping zwischen LEP und apenio orientierte sich nicht explizit an den Erkenntnissen bereits durchgeführter Mapping-Verfahren im Bereich der pflegerischen
Terminologien, weil aufgrund des angestrebten praktischen Nutzens die Notwendigkeit bestand, möglichst alle apenio-Codes mit LEP-Codes zu verbinden.
Besteht eine solche Notwendigkeit, dann ist das logical Mapping eine hilfreiche und anerkannte Variante.
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Mapping zwischen den Interventionsbegriffen der apenio-Typologie und den Begriffen des LEP-Leistungskatalogs 3.0.0.
Ziel
Das Ziel dieser Arbeit ist es, durch das Mapping den Anwendern von apenio und LEP 3.0.0 eindeutige Auswertungsmöglichkeiten zu geben, ohne dass eine redundante Erfassung notwendig ist. Das bedeutet, mit der Erfassung bzw. Bestätigung der durchgeführten apenio-Leistungen werden alle relevanten LEP-Leistungen auswertbar abgebildet, ohne dass der Anwender zusätzlich LEP-Daten erheben muss.
Vorgehen
Die Beschreibung der Pflegeleistungen ist in beiden Leistungskatalogen sehr ähnlich. Dennoch gibt es Fälle, bei denen eine eindeutige Zuordnung mit einem klassifikatorischen oder pflegerischen Mapping nicht möglich ist. Aus diesem Grund wurde hier ein logical Mapping durchgeführt.
Bei dem locigal Mapping geht es darum zu prüfen, ob diejenigen LEP-Codes, die weder klassifikatorisch noch pflegerisch einwandfrei den apenio-Codes zugeordnet werden können, über ein logisches Mapping zuzuordnen sind. Logisches Mapping bedeutet, dass bezogen auf den Zweck ein Mapping auch dann richtig ist, wenn ein LEP-Code pflegerisch nicht einwandfrei bzw. nur im weiteren Sinn einem apenio-Code zugeordnet werden kann.
Der Zweck dieses Mappings ist, eine Übereinstimmung pflegerischer Leistungsinhalte (LEP versus apenio) zu erzielen, um Anwendern die Erfassung nach LEP mit den apenio-Interventionen zu ermöglichen.
Ergebnisse
Aus dem Mapping resultiert eine Tabelle, bei der zu fast jedem LEP-Code ein entsprechender apenio-Code oder eine Kombination von apenio-Codes gefunden wurde. Konnten verschiedene LEP-Codes mit einem apenio-Code verknüpft werden, so wurde immer zugunsten eines einzigen LEP-Codes entschieden.
Eine Darstellung der Ergebnisse ist an dieser Stelle nur im Überblick möglich und wird Bestandteil des Vortrages sein.
Ergebnisse des Vorgehens sind, dass die meisten LEP-Codes klassifikatorisch oder pflegerisch auf apenio-Codes zu mappen waren. Ein geringer Teil allerdings wurde nach logischen Gesichtspunkten gemappt. Insbesondere dieses logical Mapping wird Teil des Vortrages sein und zur Diskussion gestellt werden.
Karen Güttler
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